top border

23. Dezember 2014 - Winteranfang mit Sommerglück

Geschafft! Es geht wieder aufwärts. Gestern war Winteranfang und somit der kürzeste Tag des Jahres. Aufatmen.

In diesen Tagen herrscht ein Weihnachtswetter, wie ich es aus meinen Kindertagen kenne. Relativ warm (aktuell um 14:30 Uhr sind es 11°C), windig und regnerisch. Der Regen sprüht in feinen Schleiern vorbei. Es scheint, als seien die Wolken hier unten im Dorf unterwegs.

Der Ofen ist an, das Feuer wärmt und die Vorfreude aufs Weihnachtsfest hebt die Stimmung. Gestern entdeckte ich im Gefrierschrank eine Dose mit Erdbeer-Coulis aus dem Sommer. Nach dem Auftauen gab ich heute morgen einige Löffel davon über mein Müsli. Welch ein Genuss! Es war Sommer pur und löste Glücksgefühle aus. Ich werde die zweite Dose zu Silvester auftauen und zum Orangenkuchen reichen…

12. Dezember 2014 - Zeit der Vorfreude: Die ersten Gästetafeln für 2015

Newsletter Nummer 13
Auch hier draußen auf dem Land, können Sie immer wieder an meiner Tafel Platz nehmen. Bisher habe ich die meisten Termine kurzfristig angesetzt. In diesen Tagen erreichen mich indes viele Anfragen für das neue Jahr. Deshalb biete ich Ihnen schon heute zwei Termine für 2015 an:

Samstag, 14. Februar 2015 um 18:00 Uhr

Valentinsmenü mit Périgord-Trüffel und Blutorangen

Ich liebe schwarze Périgordtrüffel, und im Februar haben sie Hochsaison. Deshalb biete ich im neuen Jahr eine Gästetafel rund um diese wunderbaren kleinen Knollen an. Einfache Zutaten werden mit ihnen zu höchstem Genuss. Vier bis fünf Gänge sind geplant, drei davon mit Trüffel. Zum Hauptgang: Wildschweingehacktes mit hausgemachter Pasta und Perigord-Trüffel.
Auch Blutorangen haben im Februar Hochsaison. Sie bekommen ihren Auftritt im Dessert.


Samstag, 6. Juni 2015 um 18:00 Uhr

Rund um den Spargel

Ganz sicher kommen grüner und weißer Spargel auf den Tisch. Mit Pasta, frischen Kräutern und Erdbeeren im Dessert. Wie immer plane ich vier bis fünf Gänge. Details entscheide ich kurzfristig.

Weitere Informationen finden Sie auf meiner Internetseite unter Tafeltermine .

Weinbegleitung für die Menüs: pro Person 20,00 € oder Glasweise ab 3,00 € je Glas. Meine Hausweine sind ein roter französischer Landwein und ein weißer deutscher Riesling. Alle Weine von La Cave de Bacchus in Berlin. Tafelwasser ist im Preis enthalten.

Ab sofort können Sie diese Menüs buchen – auch als Gutschein für ein Weihnachtsgeschenk.

Eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für das kommende Jahr wünscht Ihnen

Ihre
Elke Maria KoßmannGabow

2. Dezember 2014 - Winterahnung

Die Nächte sind in diesen Tagen sternenklar. Erste Nachtfröste hinterlassen sichtbare Spuren.

Mein Tag beginnt morgens mit Holz hacken. Eine Tätigkeit, die ich neu lernen musste. Mein hilfreicher Nachbar Dirk hat mir das Holz vorgeschnitten, den letzten Schritt will ich selbst ausführen.

Aus meiner Kindheit kenne ich noch Kohleöfen. Vor dem Winter wurden Koks und Briketts geliefert. Die Briketts wurden im Keller gestapelt. Nach und nach lernte ich auch Holz hacken. Das ist inzwischen gut 50 Jahre her. Nun gilt es, dieses Können zu aktivieren. Anfangs verzweifelte ich fast. Immer wieder ging der Hieb daneben. Wie lernt man zu treffen? Wie geht man mit schwierigen Holzstücken um?

„Einfach tun“ habe ich mir gesagt. Meine Konzentration war der Vorsicht gewidmet und das Üben brachte Erfolg. Inzwischen treffe ich gut und weiß, wo die Axt oder das Beil aufsetzen sollten. Schon der Gedanke ans Holz hacken bringt positive Energie. Freitags hacke ich immer für das Wochenende mit. Die Bilder zeigen das Ergebnis vom vergangenen Freitag.

Und ist es tagsüber naßkalt oder nachts eiskalt , ist es drinnen wunderbar warm und gemütlich!

 

20. November 2014 - Newsletter 12 – Vorweihnachtszeit


Die Zugvögel sind fort, die meisten Blätter auch. Jetzt zieht der Herbst mit Macht durchs Land. Aber um mich herum ist die Welt schon weihnachtlich unterwegs. Vieles ist in Vorbereitung. Vor allem in Berlin ist dies nicht zu übersehen.
Auch die EMK-Gästetafel hat sich darauf eingestellt. Am vergangenen Samstag wurden im Feldbackofen hier in Gabow meine Weihnachtsstollen gebacken, jetzt dürfen sie reifen. Erste Weihnachtsmenüs sind gebucht. Wenn Sie mögen: An den Wochentagen Mittwoch bis Freitag sind noch ein paar Termine frei.
Gestern erfuhr ich: In diesem Jahr werde ich auch eine Gans anbieten können. Nach einem guten Gänseleben mit reichlich Auslauf und Gras wird sie in meiner Küche landen. Ab Dezember können Sie also auch ein Gänseessen buchen.
Im Oktober gab es im ZDF-Magazin sonntags“ eine Reportage über meine Gästetafel hier in Schiffmühle-Gabow. In der ZDF-Mediathek können Sie sich den Film noch anschauen. Falls er Ihnen Appetit macht auf einen Platz an meiner Tafel: Rufen Sie mich an oder kommen Sie zu einem unverbindlichen Vorgespräch vorbei.
Am kommenden Wochenende können Sie mich auch in Berlin treffen. In einer Altbauwohnung in der Paulsenstraße 1 in Steglitz findet am Samstag 22. und Sonntag 23. November ein sehr persönlicher Adventsbasar statt. An einem der Stände biete ich meine Produkte an – von Säften über Rillettes bis Marmelade. Der Zugang ist ausgeschildert.
Auch für das neue Jahr habe ich schon Pläne: Es wird wieder einige Gästetafeln geben. Den Auftakt macht im Februar ein Menü mit frischen Perigord-Trüffeln.
In Frankreich heißen diese Gästetafeln „table d’hôtes“: Essen am Tisch des Hauses, was gerade angeboten wird. Auf zwei Dinge kann sich der Gast dabei verlassen: Die Zutaten sind gut – und mit Können zubereitet.
Diese Prinzipien gelten auch bei mir. Ob frische Bratkartoffeln, warme oder kalte Salate aus Wintergemüsen, wärmende Suppen oder ein Fleischragout – vieles ist kurzfristig möglich, falls Sie in der Gegend sind oder einen Tagesausflug ins Oderbruch planen. Unter der Rufnummer 03344 3003611 erreichen Sie mich direkt oder können Ihre Telefonnummer hinterlassen. Dann rufe ich Sie gerne zurück.

Ich freue mich auf Ihren Besuch.

20. November 2014 - Geschafft!

Soeben habe ich erstmalig ohne die geduldige Hilfe meines schweizer Webmasters einen neuen Newsletter versandt – puh!

Aus meiner Sicht ist Kochen wesentlich einfacher. Aber nun ist es geschafft. Möglicherweise ging der Newsletter zwei mal raus. Das wird beim nächsten Mal nicht passieren. Den Fernsehbeitrag konnte ich verlinken, aber die Einladungskarte für den Adventsbasar einzufügen ist mir nicht gelungen. Auch hier leider nicht.

Die Öffnungszeiten in der Paulsenstraße 1 bei Gaschütz:

Samstag, 22. November von 15.00 bis 19.00 Uhr

Sonntag, 23. November von 11.00 bis 16.00 Uhr

Über Ihren Besuch würde ich mich sehr freuen!

29. Oktober 2014 - Zaungeschichten

Wer schon einmal bei mir in Gabow war weiß, dass hier alle Grundstücke von mehr oder weniger hohen Zäunen umgeben sind. Meist haben sie eine stattliche Höhe, so wie bei mir. Zu Beginn noch verwundert, bin ich inzwischen sehr dankbar. Rehe gibt es hier in Hülle und Fülle. Bei hohem Schnee springen sie mühelos über eine hohe Hecke um nach Essbarem im Garten zu suchen. Wildschweinspuren gibt es ebenfalls in unmittelbarer Umgebung. Die Zäune haben durchaus ihre Berechtigung.

Mein Zaun steht sicher schon lange. Es ist ein Drahtzaun, gestrichen in einem hellen, karamellfarbenem Braun. Entweder stammt diese Farbe aus einer Zeit, in der es nicht viel Auswahl gab, oder der vorige Bewohner liebte diese Farbe sehr. Im Haus ist sie auch stark vertreten. Türen und Heizkörper habe ich vor meinem Einzug weiss gestrichen. Im Laufe der Zeit blitzt die Farbe an einigen Stellen wieder durch.

Wenn es um Karamell in der Küche geht, schlägt mein Herz beim Anblick des goldenen Brauntons höher. Den Zaun hätte ich dann doch gerne in einer anderen Farbe. Der Nachbar hat seinen in einem hellen, matten grau gestrichen. Gefällt mir das besser? Der tägliche Blick aus dem Fenster kann sich nicht entscheiden. Dann denke ich darüber nach, wann ich das denn wohl machen könnte. Da gibt es vorläufig gar keine Möglichkeiten. Heute früh war Raureif zu sehen und der Garten braucht noch dringend Zeit. Die letzten Quitten sind in Arbeit, die Zeit für’s Stollen und Kekse backen rückt näher. Am 22./23. November kann ich meine Produkte wieder auf einem privaten Adventsbasar anbieten und Nachfragen stellen sich ein. Die Marmeladen- und Konfitürenproduktion kommt zum Ende, dafür werden Rillettes hergestellt und dazu passend Zwiebelconfit und und und.

Eine Möglichkeit für den Zaun gäbe es vielleicht: Ich nehme einen Hocker und setze mich vor den Zaun. Dann beginne ich zu streichen und tue so, als sei es die Schönste aller Tätigkeiten. In diesen Tagen kommen viele Menschen auf dem Weg zum Friedhof hier vorbei. Vielleicht will der eine oder andere auch so glücklich sein und übernimmt die Arbeit. Zahlt vielleicht sogar dafür! Bei Tom Sawyer hat das funktioniert…

24. Oktober 2014 - Neue Mitbewohner

Seit einiger Zeit ist viel Bewegung in meinem Garten – leider nicht von mir. Erst vereinzelt und dann immer häufiger waren Maulwurfshügel zu sehen. Wissende Gartenbesitzer sprechen davon, dass die rege Tätigkeit auf einen strengen Winter schließen läßt. Ich nehme sie ernst und habe für ausreichenden Holz- und Ölvorrat gesorgt. Der Maulwurf störte mich erst mal nicht. Dann gab es plötzlich auch Aufbrüche in der oberen Rasenfläche und mehr und mehr auch außerhalb an der kleinen Mauer. Das Foto soll als Beweis herhalten. Mein Schreck war riesengroß. Was nur tun? Wie soll es weitergehen? Recherchen ergaben, dass Maulwürfe unter strengem Naturschutz stehen und noch nicht einmal in ein anderes Gebiet gebracht werden dürfen. Vorausgesetzt man kann sie lebend fangen.

Inzwischen habe ich meine Sorgen (fast) aufgegeben. Wühlmäuse wären schlimmer. Erstaunt bin ich, was mein Maulwurf alles zutage fördert. Nicht nur tiefere Erd- und Sandschichten, sondern auch Tonscherben und andere Überreste. Ich habe mich entschlossen, ihn in meine Wohngemeinschaft aufzunehmen und nenne ihn Pauli. Seine Erdhügel nehme ich einstweilen, um meine Pflanzen umzutopfen und über den Winter zu bringen.

8. Oktober 2014 - ZDF-Tafeltermin – Menü

Vor einigen Wochen war ein Fernsehteam des ZDF hier in Schiffmühle zu Gast, um über meine Gästetafel zu berichten. Die Reportage wurden am vergangenen Sonntag, 5. Oktober ausgestrahlt. Ich erhalte viel positive Rückmeldung und freue mich auch sehr über den schönen Beitrag im Magazin sonntags. Link zum Nachschauen

Viele Anfragen erreichen mich, was es denn zu essen gab. Das nehme ich zum Anlass, einmal einige „aufgegessene Menüs“ zu veröffentlichen. Bitte sehr!

wovon wir leben
– auf dem land
am 7. September 2014

Sonntagsmenü

05. Oktober 2014

Menü

 

Amuse gueule
“paradiesisch“

Amuse gueule
“klar und erdig“

Kürbis-Cappuccino
mit Gorgonzolacreme

Kürbis-Cannelloni
mit Amarettini-Butter

Feld-Wald-Wiesensalat
mit Nüssen und Pilzen

Zucchini-Salat
mit gerösteten Haselnüssen

Bœuf Bourguignon
mit frischen, handgemachten Bandnudeln

Roastbeef vom Schottischen Hochland-Rind
mit grünen Bohnen und Steinpilzen

Pochierte Birnen mit Holunderkompott
und Grießknödeln

Quitten-Kompott
mit Kastanienmousse

Menüpreis 40,00 Euro
darin enthalten: Apéritif, hausgebackenes Baguette, französische Butter
und der Espresso danach

 

Hier gab es eine Einladung,
 deshalb bleibt der Preis ungenannt

30. September 2014 - Neuer Tafeltermin am Freitag, 10. Oktober 2014: Dorfkritik

Wer mich kennt weiss, dass ich neben Kochen und Essen eine weitere Leidenschaft habe: Literatur.
Vom 8. bis 12. Oktober findet in diesem Jahr die Frankfurter Buchmesse statt. Das bringt mich auf die Idee,  meine beiden Leidenschaften miteinander zu verbinden. Wie könnte das aussehen?

Ich höre sehr viel Radio, gerne Deutschlandradio Kultur. Vormittags, in der Lesart, gibt es täglich eine „Straßenkritik“ und das brachte mich auf die Idee, die Dorfkritik ins Leben zu rufen.  Hören Sie rein und entscheiden, ob Sie ein Buch mitbringen wollen oder einfach nur zuhören möchten. Einige Bücher werde ich selbst vorstellen und die eine oder andere Kurzgeschichte bereit halten.

Das Essen soll natürlich nicht zu kurz kommen. Mehr dazu unter Tafeltermine…

29. September 2014 - Ach ja – der Garten!

Seit ich hier draußen lebe hat sich mein Leben sehr verändert. 40 Jahre habe ich in mehr oder weniger großen Städten gelebt und gearbeitet und jetzt lebe ich in einem Haus weit draußen auf dem Land. Mit Garten.

Es ist der zweite Sommer um, in dem ich mich als Jung-Gärtnerin versuche. Einen Garten hatte ich nämlich noch nie. Ja, die Großeltern hatten einen großen Garten mit Hühnern und 2 Schweinen und die Eltern hatten einen Garten. Aber außer Rasenmähen und Blumen gießen hatte ich keinen Anteil daran.

Und jetzt gibt es einen schönen, großen, terassenförmig angelegten Garten, der nur ein kleines Stück Rasenfläche hat. Ich übernahm ein Erdbeerbeet, mehrere Johannisbeersträucher, Kirsch- und Pfirsichbäume und Brombeeren. Einen Kompostbehälter,  mehrere Wassercontainer und leuchtend blaue Fässer, in denen das Regenwasser aufgefangen wird gab es auch bereits. Die beiden Sommer waren heiss und über das Regenwasser war ich sehr froh.  Die Rasenfläche soll so groß bleiben, wie sie ist. Rundherum habe ich schon eigene Blumen gepflanzt und gesät, aber vor allem will ich Gemüse anbauen. Viel ist daraus leider noch nicht geworden. Ohne Neid staune ich über den schönen Garten meiner Nachbarin. Man merkt, sie weiß genau, was zu tun ist. Ich eher weniger.

Und doch gibt es entscheidende Fortschritte: Über Kompost weiß ich jetzt richtig viel und habe den ersten Haufen eigenhändig umgesetzt. Meine Tomaten gedeihen prächtig. Das Erdbeerbeet habe ich neu angelegt und jetzt weiss ich auch, wo ich noch Blumen setzen will. Ach ja – diverse Samen für das nächste Jahr sind gesammelt und ich habe erfolgreich Lavendelsetzlinge gezogen. Lavendel gedeiht hier großartig.Unkraut auch.

Und wie geht’s weiter? In den nächsten Tagen will ich noch etwas Gründüngung aussäen um im nächsten Frühjahr dann endlich einige Gemüse zu pflanzen. Entsprechende Samentüten sind bereits eingekauft. Alles alte Nutzpflanzensorten.

Fortsetzung folgt.