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14. Februar 2017 - Nachtrag zum Glück

An Kilometern ist es dann etwas weiter von Berlin entfernt. Der Zielbahnhof ist Angermünde. Aber dafür muss man a:nicht mehr in Eberswalde umsteigen und b:fahren die Züge auch am Wochenende stündlich und bis weit hinein in den Abend. In Angermünde gibt es Taxen und es soll auch einen Rufbus geben. Danach will ich mich noch erkundigen.

Und wer mit dem Auto kommt, muss nicht mehr den langen Weg über die B 158 fahren sondern kann über die Autobahn bis Joachimsthal fahren. Wird auch angenehmer…

14. Februar 2017 - Was ist Glück?

Zum Beispiel, wenn liebe Stammgäste plötzlich sagen: Wir haben ausreichend freien Wohnraum. Wollen Sie nicht mit Ihrer Gästetafel zu uns ziehen? Platz für eine zweite Küche können wir auch einrichten.

Da blieb mir erst einmal der Atem stehen. Inzwischen geht er wieder ruhig ein und aus. Der Mietvertrag ist geklärt, die Kündigung in Gabow zum 31. Mai ausgesprochen.

Schön wird es. Größer und noch ruhiger als bisher. Mit freiem Blick in die uckermärkischen, sanften Hügel. Eine Ferienwohnung gibt es dort auch und einen nahen See zum Baden. Die Terrasse rund ums Haus lädt ein für sommerliche Menüs im Freien.

Die erste Gästetafel ist für Juni geplant – zur Spargelsaison!

Anfahrt im Winter
Badesee im Sommer

 

12. Februar 2017 -

Der Bruchsee im Winter

 

Die Nachbarn wollten Schlittschuhlaufen und Eishockey spielen. Auch ich wurde zum Bruchsee eingeladen. Zuvor haben sie sorgfältig die Eisdicke mit einem Bohrloch gemessen: 13 cm waren ausreichend.

Mit Kuchen im Gepäck nahm ich die Einladung gerne an. Ein wenig sentimental wurde ich als ich sah, wieviel Platz jeder für sich hatte. Das war früher in den Eishallen nicht so. Der Hund war irritiert und wollte nicht allein aufs Eis. Ein Ausweg wurde gefunden und mit dem Handy festgehalten. Auf zwei Kufen war das Eis auch für mich befahrbar. Dazu wurde ich geschoben und gezogen – eine wahre Freude.

Vielen Dank, lieber Dirk!

1. Februar 2017 - Überlegungen zu Schmorfleisch vom Rind

Ich liebe saftige Schmorgerichte. Im Winter bevorzugt vom Rind, ab dem Frühjahr vom Lamm. Rindfleisch sollte gut abgehangen und auch ein wenig durchwachsen sein – und das ist ein Problem. Meist greife ich auf schottisches Hochlandrind aus einer privaten Quelle zurück. Das Fleisch ist sehr gut abgehangen, nur kann ich mir die Stücke nicht so aussuchen, wie ich möchte. Und in diesem Winter wurde noch nicht geschlachtet. Es gibt zur Zeit keinen Nachschub. Das Fleisch hier im Schlachthof ist gut, leider für mich nicht ausreichend abgehangen. Dafür kann ich mir die Stücke aussuchen.

Schon mehrmals habe ich einen ganzen Rinderrücken dort gekauft und ihn noch eine Weile abhängen lassen. Heute morgen denke ich: Warum nicht auch mal mit einer ganzen Rinderschulter? Wie schwer ist so eine Schulter? Ich beschließe, den Fleischer dort zu fragen. Wenn das klappt, werde ich einen großen Topf Ragout kochen und diesen in Gläsern einkochen. Noch heute werde ich losstiefeln (es liegt Schnee) und versuchen, das auf den Weg zu bringen.

Fortsetzung folgt!

26. Februar 2016 - Newsletter Nummer 18 – FRÜHLING IN SICHT

Ja, Sie lesen richtig: Dieser Newsletter trägt schon die Nummer 18. Den Newsletter Nummer 17 mit meinen Weihnachtsmarkt-Terminen und den Trüffel-Menüs hatte ich fix und fertig geschrieben, aber die Computerteufelchen haben sein Erscheinen verhindert. Dennoch blieb die EMK-Gästetafel nicht leer. Zwei Tafeltermine waren auch ohne Newsletter ausgebucht, was mich sehr freut.

Bei den privaten Weihnachtsmärkten gab es große Nachfrage nach meinen Stollen, Mandelschnitten und Bethmännchen. Auch Marmelade und Rillettes waren begehrt. Ich denke jetzt darüber nach, meine Produkte auch übers Jahr ab und an in Berlin anzubieten. Sie erfahren es, wenn es soweit ist.

Und jetzt wird es Zeit für den ersten Newsletter im Jahr 2016.

Laut Wikipedia beginnt der Frühling in diesem Jahr am 20. März um 05:30 Uhr. Für mich ist dies ein wunderbarer Anlass, den Winter kulinarisch zu verabschieden und dabei seine leuchtenden und vitaminreichen Höhepunkte nochmals zu würdigen: mit einem vegetarischen Menü am

Samstag, 19. März  um 19.00 Uhr hier in Gabow.

Fenchel und Orangen haben jetzt Hochsaison, sie bekommen noch einmal einen großen Auftritt. Fest eingeplant sind Suppe, Hauptgang und Dessert: Maronicremesuppe und Spaghetti mit Fenchelcreme an fruchtig-scharfer Blutorangen-Coulis. Das Dessert schlägt eine erste Brücke zum Sommer: eine samtige weiße Schokoladen-Creme mit geeisten Sommerbeeren und kandierten Orangenstreifen.

Auch einen Salat wird es geben. Ich hoffe sehr, dass ich in Berlin die wunderbaren Cedri-Zitronen bekomme. Sie sind groß wie Honigmelonen, haben wenig Fruchtfleisch und eine sehr dicke Schale. Aber die hat es in sich. Dünn geschnitten ist sie ein Genuss, zum Beispiel in einem Salat mit Rucola.

Alles bereite ich wie gewohnt frisch für unser Menü vor, von der Gemüsebrühe für die Suppe bis zum selbstgebackenen Baguette.

Buchen können Sie den März-Tafeltermin hier: http://emk-gaestetafel.de/tafeltermine

Falls Sie nach der Gästetafel hier im Oderbruch übernachten wollen: In der Pension Stein im Nachbarort Neuenhagen sind zwei Appartements für insgesamt fünf Gäste reserviert. Der  Übernachtungspreis beträgt 20,00 Euro pro Person. Zu Fuß erreichen Sie die Pension von hier aus in gut 30 Minuten. Frühstück gibt es dort oder auf Wunsch auch wieder an der EMK-Gästetafel.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Ihre

Elke Maria Koßmann

26. Februar 2016 - Heute wieder Resteglück

Besuch aus Stuttgart hatte sich angekündigt. Eine liebe Freundin von der ich weiß, dass sie geschmortes Fleisch sehr schätzt. Im Eis gab es noch gut 1,3 kg Schmorfleisch vom schottischen Hochlandrind. Am Tag vor dem Besuch wurde daraus ein wunderbares Ragout mit Rotwein. Dazu gebratene Polentascheiben (danke Sabine für den Tipp mit den getrockneten Tomaten) und ein feines Glas Rotwein. Wir haben geschwelgt und waren überglücklich.

Zur Zeit gebärdet sich das Wetter wie im April. Nur die Temperaturen sind zu niedrig. Als aber nach unserem Essen die Sonne rauskam, genossen wir einen ausgiebigen Spaziergang und fuhren anschließend fort mit Café und Süßem. Wir haben uns, den Tag und vor allem das gemeinsame Essen sehr genossen.

Und heute darf ich noch mal genießen. Es ist Ragout übrig und reicht für mindestens zwei weitere Mahlzeiten. Heute gibt es Nudeln dazu und einen frischen Salat – Glück!!

21. Februar 2016 - Frühlingsgedanken

Das Ende des Winters ist in Sicht. Auch wenn nicht ausgeschlossen ist, dass Schnee und Eis noch einmal einkehren, zeigen sich deutliche Anzeichen in der Natur. Schneeglöckchen und Krokusse recken sich empor. Es ist länger hell und das wird sich ganz sicher steigern.

Für mich gibt es hier draußen ein weiteres, deutliches Zeichen am Himmel: Die Kraniche. Mehr und mehr sieht man sie am Himmel und auf den Feldern. Elegant kommen sie geflogen. Ihre Silouette ist wunderschön. Ihre Rufe sind nicht zu überhören.

17. Februar 2016 - Resteessen

Ein schöner Nebeneffekt meiner privaten Gästetafel sind die Lebensmittel, die nach dem Mahl übrig bleiben – die Reste. Brot kann ich gut einfrieren, Fleisch und Fisch sind meist so kalkuliert, dass nichts übrig bleibt. Beim Gemüse ist es dann schon anders. So auch am Wochenende. Rote Bete, roh und gekocht, Kerbel, Suppengrün und diesmal auch die Gänsebrüste. Beim Geflügelkauf nehme ich immer ganze Tiere. Ich brauchte nur die Schenkel der Gans. Durch den Fleischwolf gedreht reichten sie völlig aus für 8 Gäste am Samstag. Aus Flügel und Karkasse wurde eine Geflügelbrühe hergestellt und die Brüste waren übrig. Die Gans kam aus dem Eis, so dass die Brüste nun verspeist werden mussten.

Das habe ich dann gemeinsam mit meinen Lieblingsnachbarn getan. Meiner Spontaneinladung sind wieder alle gefolgt und flugs saßen wir zu siebt um den Tisch. Es gab einen Salat aus gekochter und roher Rote Bete mit Apfel, Walnüssen, Kerbel und Ziegenfrischkäse. Zu den Gänsebrüsten gesellten sich Grünkohl, Kartoffeln und geräucherte Mettwürstchen. Zum Dessert dann eine weiße Schokoladencreme mit geeisten Beeren – eine neue Kombination die bei dieser Gelegenheit erstmalig auf den Tisch kam.

Es war ein heiterer, schöner Abend. Für mich immer wieder ein Zeichen, dass gemeinsames Essen Frieden und Freundschaft stiftet.

15. Februar 2016 - Es hat wieder funktioniert

Wenn meine Tafel eingedeckt wird, so sind Stoffservietten seit jeher ein „muss“. Die Tischwäsche habe ich für meine Maße nähen lassen. Seit der Tisch vom holzfein-Hof hier steht, gibt es nur noch selten eine Tischdecke, aber immer die für mich genähten Servietten aus Lausitzer-Leinen.

Bereits am Samstag wurde gescherzt. Immerhin war Rote Bete im Spiel, Spinat und Lippenstift. Da die Servietten auch für ihren Zweck genutzt wurden, fanden sich alle Farben darin wieder. Da hilft nur eins: Ein Stück Gallseife in Wasser tauchen und anschließend im Stoff trockenreiben. Dann waschen, 60° reichen völlig aus. Beim Aufhängen heute habe ich mich gefreut, denn es hat funktioniert: Die Servietten sind wieder strahlend weiß.

Stoffservietten werden übrigens IMMER gewaschen, auch wenn der Gast sie während des Essens nicht benutzt hat!

14. Februar 2016 - Trüffelmenü

Mit großem, leidenschaftlichem Genuss haben sich meine Gäste am Samstag dem Trüffel hingegeben. Knapp 100 Gramm wog das gute Stück und er wurde immer direkt am Tisch aufgetragen. Schnell war man sich einig: Welch ein Duft! Ja, das kann ich nur bestätigen. Seit seiner Ankunft freute ich mich jedes Mal daran, wenn ich meine Kühlschranktür öffnete. Er lagerte in einer Schüssel mit frischen Eiern und diese gaben am Sonntag Morgen beim gemeinsamen Frühstück noch einmal etwas Duft als Erinnerung preis. Zum Aperitif gab es ein Scheibchen Trüffel auf frischem Sauerteigbrot, dann Trüffel mit Ei und der größte Anteil edelte den Hauptgang.

Hier das ganze Menü und ein Foto

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